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La Bajada Hill, New Mexico

Am La Bajada Hill stand man buchstäblich vor dem Abgrund: Es galt, in der sonst recht flachen Wüste einen gewaltiger Höhenunterschied zu überwinden, der so manchen Fahrer Angst einjagte. Auf einer abschüssigen Schotterstraße, die eigentlich nicht mehr als ein schmaler aus dem Fels gesprengter Weg war, ging es Kehre für Kehre ohne Leitplanke oder sonstigen Sicherungsmaßnahmen stetig bergab, immer darauf vertrauend, dass die Bremsen des Fahrzeugs nicht versagen mögen. Einheimische sahen darin einen lukrativen Nebenerwerb, indem sie für Überängstliche deren Wagen ins Tal fuhren.

1925 wurde stellenweise eine alternative Routenführung gewählt, die einige Haarnadelkurven weniger aufwies und insgesamt breiter ausgebaut wurde, damit die Fred Harwey Gesellschaft mit ihren Tourbussen den Pass leichter befahren konnte.

Auf einem Hinweisschild konnte man damals lesen: "Warnung, 10mph, scharfe Kurven. Diese Straße ist nicht idiotensicher, aber sicher für verantwortungsbewusste Fahrer".

Wer es heute wagen will, die ursprüngliche Strecke zu fahren, benötigt zwingend einen Geländewagen mit hoher Bodenfreiheit, da so mancher Steinschlag und die fortwährende Erosion die seit Jahrzehnten nicht unterhaltene Straße praktisch unpassierbar machte.