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Tucumcari, New Mexico

1901 wurde hier von der Rock Island Railroad ein Camp für den Bautrupp errichtet, was nach zahlreichen Schießereien allgemein als „Six Shooter Siding“ bekannt war. Mehrere Siedlungen zogen näher an die neue Eisenbahn und vergrößerten das Camp, das offiziell zuerst „Douglas“, ab 1908 dann Tucumcari genannt wurde nach dem gleichnamigen Berg.
Legenden zufolge rührt der Name von der unerfüllten Liebe zwischen Tocom und der Häuptlingstochter Kari, die ihren Angebeteten bei einem Duell um die Stammesführung verloren haben soll und sich danach selbst das Leben nahm.
Der verzweifelte Ausruf des Häuptlings „Tocom, Kari“ hallte von den Bergen wider, die nun als Symbol unerfüllter Liebe stehen.
Andere Quellen sehen im Namen eine Abwandlung des Wortes „Aussicht“ aus der Sprache des Comanche Stammes.


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2 Tucumcari Tonite

Diese Reklametafeln sind keine Erfindung neuerer Zeit, sondern luden schon vor Jahrzehnten die Reisenden ein, die nächste Nacht in einem der 2000 Motelzimmern der Stadt zu verbringen (Tucumcari Tonite = heute Nacht Tucumcari).
a
1248,1
b
1248,3

3 Neonreklamen

Tucumcari hat über die Jahre seinen Charme der 1940er Jahre nicht verloren. In kaum einer anderen Stadt finden sich so viele leuchtende Neonschilder der zahlreichen Restaurants und Motels, die sich wie auf einer Perlenschnur entlang der Route 66 aufreihen. Hier eine kleine Auswahl:

- Pony Soldier Motel (Motel abgerissen, rechts der Straße, 1803 E Route 66)
- Ken’s Ice Cream (links, 1804 E Route 66)
- Kiva Park RV (ex Rocking Horse Tourist Camp, links, 1416 E Route 66)
- Lasso Motel (Motel abgerissen, rechts)
- Cactus RV Park (links, 1316 E Route 66)
- Palomino Motel (rechts, 1215 E Route 66)
- Del’s Restaurant (links, 1202 E Route 66)
- Apache Motel (links, 1106 E Route 66)
- Kix 66 Eatery (links, 1102 E Route 66)
- Golden Dragon Restaurant (links, 1006 E Route 66)
- Tee Pee Curios (links, 924 E Route 66)
- Economy Inn (ex Townhouse Motel, rechts, 901 E Route 66)
- Blue Swallow Motel (rechts, 815 E Route 66)
- Motel Safari (links, 722 E Route 66)
- Trails West Lounge (links, 508 E Route 66)
- Americana Motel (ex Star Motel, links, 406 E Route 66)
- Lacita Restaurant (links, 820 S 1st St)
- Thunderbird Lounge (rechts)
- Things (links, 920 W Tucumcari Blvd)
- Westerner Drive Inn (verfällt langsam, rechts, 1001 W Tucumcari Blvd)
- Backaroo Motel (rechts, 1315 W Tucumcari Blvd)
- Paradise Motel (links, 2202 W Tucumcari Blvd)
GPS-Koord.: 35.1716, -103.7128

4 Apache Motel (1106 E Route 66)

Die Neonreklame des Apache Motels gehört mit zu den vielen, für die Tucumcari so bekannt ist. Bis 2006 war der Hintergrund des Schildes Schwarz gewesen und auf der Rückseite des Motels befand sich eine wunderschöne Wandzeichnung. Beides wurde mit der Neueröffnung in jenem Jahr weiß gestrichen.

Reisende Richtung Westen finden es auf der linken Seite.
GPS-Koord.: 35.1715, -103.7148

5 Tee Pee Curios (924 E Route 66)

Mike Callens wurde in Tucumcari geboren, wuchs aber in Südkalifornien auf. 1985 übernahm er zusammen mit seiner Frau Betty den Souvenirladen von seinem Onkel. Auffälligste Merkmale sind die bunte Neon-Reklame und das große Beton-Tipi, das in die Fassade eingearbeitet ist.
Ursprünglich war das Gebäude einmal eine Gulf-Tankstelle gewesen, deren Zapfsäulen der Straßenverbreiterung zum Opfer fielen.

Reisende Richtung Westen finden es auf der linken Seite an der Ecke Park St.
GPS-Koord.: 35.1720, -103.7163

1 » Blue Swallow Motel (815 E Route 66)

Das Motel mit einer der schönsten Neonreklamen nahm 1939 seinen Betrieb auf. Geführt wurde es von einer echten Route 66 Legende, von Lillian Redman, die zuvor in den berühmten Harvey Häusern der Santa Fe arbeitete. 1998 wurde es von Hilda und Dale Bakke übernommen.
Ohne Zweifel stammt das Motel mit der blauen Schwalbe (Blue Swallow) noch aus einer Zeit, als man noch mit richtigen Straßenkreuzern reiste und Motels individuell und nicht von der Stange wie heutige Kettenmotels waren. Beispielsweise verfügt jedes Zimmer über eine eigene Autogarage. Eigentlich ein Muss für jeden Route 66 Reisenden, hier zu nächtigen.

Reisende Richtung Westen finden es auf der rechten Seite.
GPS-Koord.: 35.1716, -103.7177

6 Safari Motel (722 E Route 66)

Dieses herrliche Retro-Design Motel wurde 1959 als Best Western eröffnet. 1962 wurde die typische Krone des Best Western vom Reklameschild entfernt und das Kamel hinzugefügt. Angeblich soll es in der Region um Tucumcari einmal wilde Kamele gegeben haben, die von ersten Erkundungstrupps in die Region im 18. Jahrhundert zurückgelassen wurden.

Reisende Richtung Westen finden es auf der linken Seite zwischen Dawson und College St.
GPS-Koord.: 35.1751, -103.7230

7 Tucumcari Historical Museum (416 S Adams St)

Das Museum ist im Schulgebäude aus dem Jahre 1903 untergebracht und stellt eine Sammlung von einfach alten Sachen aus, wobei die ältesten Artefakte von weit vor Beginn unserer Zeitrechnung stammen, die „neueren“ aus der Zeit der Cowboys und Indianer.

Reisende Richtung Westen biegen rechts ab auf die Adams St und finden das Museum dann nach 3 Blocks auf der rechten Seite.
GPS-Koord.: 35.1713, -103.7245

8 La Cita Restaurant (820 S 1st St)

Das Restaurant, was sich auf mexikanische Küche spezialisiert hat, wurde 1961 eröffnet und ist durch den Sombrero über der Eingangstür unübersehbar, auch wenn er auf Bildern größer wirkt als in der Realität.
Es ist das letzte Überlebende einer ehemaligen Kette von "Sombrero" Restaurants.

Reisende Richtung Westen finden es auf der linken Seite an der Ecke 1st St.
GPS-Koord.: 35.1782, -103.7263

9 Odeon Theater (123 S 2nd St)

Das hübsche Theater in Tucumcaris Innenstadt liegt abseits der Route 66 und wurde 1936 im art-deco Stil erbaut und dient noch heute der Filmvorführung. 2007 wurde es der Liste der Nationalen Denkmälern hinzugefügt.

Reisende Richtung Westen biegen rechts ab auf die 2nd St und finden es dann 6 Blocks weiter auf der linken Seite an der Ecke Center St.
GPS-Koord.: 35.1792, -103.7259

10 Überreste des Vorenburg Hotels

Das Vorenburg Hotel wurde in den 1970er Jahren durch ein Feuer zerstört. Jedoch blieben die Steinbögen erhalten, die einst die Außenfassade im Erdgeschoss der zweistöckigen Gebäudes bildeten.

Reisende Richtung Westen biegen rechts ab in die 2nd und finden die Steinbögen nach 7 Blocks an der Ecke Main St.
GPS-Koord.: 35.1805, -103.7265

11 Rock Island Train Depot / Tucumcari Railroad Museum (313-399 N 2nd St)

Der wunderschöne Bahnhof wurde 2011 eine neue Funktion zuteil: Seitdem ist hier das Tucumcari Railway Museum beheimatet. Aber selbst, wer sich nicht für Eisenbahnen interessiert, kann sich immer noch an der schönen Fassade im spanischen Baustil erfreuen.

Reisende Richtung Westen biegen rechts ab auf die 2nd St und finden den Bahnhof am Ende der Straße.
GPS-Koord.: 35.1721, -103.7404

12 Buckaroo Motel (1315 W Tucumcari Blvd)

Seit 1952 empfängt dieses Motel Reisende, die sich von einem Tag hinterm Lenkrad erholen möchten. Buckaroo bedeutet im Amerikanischen u. A. Cowboy, wie man ihn auf der schönen Neon-Reklame am westlichen Ortseingang auf einem wilden Pferd reiten sehen kann.

Reisende Richtung Westen finden es auf der rechten Seite zwischen der 9th und 12th St.
GPS-Koord.: 35.1633, -103.7614

13 Paradise Motel (2202 W Tucumcari Blvd)

Das Paradise Motel wurde in den 1950er Jahren eröffnet mit einem damals weit verbreiteten Motiv für Reklameschilder, einer Frau, die in einen Pool springt. Als der Pool zugeschüttet wurde, änderte man das Schild. Die Silhouette des Pools mit dem Spritzwasser adaptierte man und stellte die beiden Indianer Tocom und Kari nach.
2003 wurde das Schild restauriert. Die beiden Indianer findet man nun im Vorgarten, wohingegen das Schild wieder den ursprünglichen Pool zeigt.

Reisende Richtung Westen finden es hinter dem Ort auf der linken Seite.
c
1254,3

Legende:

Alle Entfernungsangaben in Meilen. Bedeutung der Farbstreifen an den Seiten:

Verlauf fern der Interstate
stellenweise unbefestigt
Frontage Road neben Interstate
Interstate
uninteressanter Abschnitt

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